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Ferkel - Säugephase
Fütterungskonzept Schwein für viele Ferkel und viel Fleisch.
Klicken Sie auf die Leistungsphasen für mehr Informationen.
| Zuchtsauen | Ferkel | Jungsauen | Mastschweine |
|---|---|---|---|
| Tragezeit | Erste Lebensstunden |
Aufzuchtphase I | Anfangsmast |
| Geburtsvorbereitung | Säugephase | Aufzuchtphase II | Endmast |
| Säugezeit | Absetzphase | ||
| Güstzeit | Aufzuchtphase |
Leistungsziele
- geringe Saugferkelverluste
- hohe Absetzgewichte
- sichere Vorbereitung auf das Absetzen
Bedeutung der Phase
Hauptnahrungsmittel für Ferkel in den ersten 21 bis 28 Lebenstagen ist die Muttermilch.
Damit diese in ausreichender Menge und mit besten Inhaltsstoffen von der Sau bereit gestellt wird, ist die Fütterung der Sauen von enormer Bedeutung.
In der ersten Lebenswoche bildet das Ferkel hohe Mengen von dem Enzym Lactase. Damit kann es den Milchzucker (Lactose) der Muttermilch optimal verdauen. Die Produktion der Lactase sinkt mit steigendem Alter der Tiere.
Das Enzymsystem des Ferkels ist optimal auf die Verdauung von Milch ausgelegt. An die Verdauung von festem Futter jedoch müssen Ferkel langsam gewöhnt werden, damit sie nach der Säugezeit sicher abgesetzt werden können.
Deshalb ist es wichtig, die Ferkel schon frühzeitig (ab dem 3. Lebenstag) anzufüttern.
Die Aufnahme von Festfutter steigert dabei die Produktion von Salzsäure im Magen und von Verdauungsenzymen im Dünndarm (Amylasen, Proteasen, Lipasen). Nur mit Hilfe dieser Enzyme kann das Ferkel pflanzliche Nahrung verdauen. Außerdem wird die Entwicklung der Darmwand gefördert.
Das Anfüttern der Ferkel in der Säugezeit hat also zwei
wichtige Funktionen:
1. die Tiere gewöhnen sich langsam an feste Nahrungsbestandteile und richten ihr Verdauungssystem auf den Abbau pflanzlicher Nährstoffe aus (Enzymtraining),
2. die Ferkel werden zusätzlich mit hochverdaulichen Nährstoffen versorgt.
Dadurch wird ein sanfter Übergang von der Milch zu fester Nahrung gewährleistet, was das Absetzen erleichtert und Wachstumsstörungen sowie Ferkelverluste durch fütterungsbedingte Verdauungsstörungen reduziert.
Auch werden durch das Enzymtraining die täglichenm Zunahmen und die Futterverwertung bis in die Ferkelaufzucht verbessert.

